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Warum ich von Homematic mit der CCU2 auf Homematic IP mit dem AccessPoint umgestiegen bin

Seit vielen Jahren nutze ich ein Homematic System mit einer CCU2 als Basis. Ursprünglich hatte ich die ersten Komponenten in Form von Telekom Mangenta Smarthome gekauft (die waren mir mit dem Telefonanschluss hinterhergeworfen worden), ich hatte aber nach längeren Versuchen mit dem Zentralenhersteller Qivicon und deren armseligen Produkt die Nase voll von "funktioniert nur manchmal" und "wir beheben das Problem in einem der nächsten Releases" und bin daher auf eine CCU2 als Basis umgestiegen.

Die Heizungsregler und Temperaturfühler konnte ich direkt weiterverwenden, da sich die Telekom hier den umgelabelten Homematic-Artikeln von eQ-3 bedient.

Die Anlage wuchs und wurde immer wieder ergänzt. Zuletzt hatte ich sieben Heizungsregler, mit sechs Temperaturfühlern, einen Sechsfach-Taster und ein LED-Signalpanel.

Jetzt bin ich auf Homematic IP umgestiegen

- und zwar mit einem AccessPoint - nicht mit einer CCUx. Wer im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sollte sowas tun? Nun: es gibt viele Leute, die mir genau diese Eigenschaft absprechen würden, aber ich kann euch versichern, dieser Schritt erfolgte nach reiflicher Recherche und wohlüberlegt.

Was war mit der Homematic-Anlage nicht in Ordnung?

Homematic ist ein exterm leistungsfähiges und flexibles System. Leider hat sich eQ-3 auf den Lorbeeren des Produkts ausgeruht: die CCU - und dabei ist anzumerken, dass diese Ansage sowohl für die "alte" 2 - als auch für die relativ neue CCU3 gilt - ist ein äußerst kryptisches Produkt. Ich habe mir in meinem Leben nahezu alles an Technik beigebracht, das mich interessiert hat - aber meine Leidensfähigkeit hat ihre Grenzen.

Wer im Jahre des Herren 2019 immer noch ein wildes Gefrickel von lächerlich verschrobenen Funktionswursteleien als Interface bereitstellt und mit anschaut, wie die Leute sich abmühen simple externe Anbindungen mit den irrsinnigsten Softwarependants zu einem Drehstrom-auf-Gas-Adapter-Basteleien zusammenfrickeln und sich nicht irgendwann die Frage stellt, ob man den ganzen Müll nicht einfach mal ein wenig aufräumen sollte, der sitzt wohl in der Entwicklungsabteilung von eQ-3 und ist auf Homematic spezialisiert. Die CCUx benötigt eine klare und einfache Scriptsprache und eine saubere Umgebung. Ob Basic oder Java oder C ist völlig egal - aber bitte nicht so ein wirrer Schrott wie es jetzt ist. Wer nicht "den Kernel" neu kompilieren will, bringt sich schlicht um. Wenn ich an die Anbindung meiner Netatmo-Wetterstation an die CCU2 denke, weiß ich immer noch nicht, ob ich lachen oder heulen soll. Scripts, Adapter, Variablen und ein irrsinniges Gebastel. Unter 2-3hr keine Chance - und ich kenne mich mit Softwareentwicklung richtig gut aus!

Die ewige Vertrösterei des Herstellers zum Thema Integration mit Sprachassistenten hat jetzt das Fass zum überlaufen gebracht.

Eine neues System muss her - aber welches?

Die Anforderung war simpel: ich will weiter in der gewohnten Qualität meine Heizungen steuern, möchte eine ernsthafte Wettererfassung und die Option zur Steuerung von Licht und anderen Verbrauchern haben. Last but not Least muss das Ganze mit Sprachassistenten kombinierbar sein.

Innogy - irgendwie hat's hier nicht geklickt bei mir, ich konnte mich einfach nicht mit dem System identifizieren. Es gibt Heizungsregler, Temperartursensoren und Fensterkontakte und vieles mehr, somit potentiell denkbar.

AVM - schon immer ziemlich nutzlos über irgendwelche Unterebenen des Fritzbox-Interfaces zu bedienen. Wenig Auswahl, kein ernsthaftes System.

Devolo - keine Temperartursensoren, schmerzhaft teuer. Insgesamt wenig Produkte.

Tado - keine Temperartursensoren, wäre sonst rein optisch mein Favorit gewesen, Leider auch äußerst teuer.

Netatmo - keine Temperartursensoren, sonst auch kaum Produkte und ebenfalls äußerst teuer.

Homematic IP - mehr oder weniger das gesamte Portfolio der "alten" Homematic, halbwegs bezahlbar und ohne Tricks mit Sprachassistenten nutzbar.

Ich habe mir diverse Youtube-Videos angeschaut um mir ein Bild von der Bedienung und Einrichtung zu machen und bin zu dem Schluss gekommen, dass Homematic IP für meine Zwecke das richtige System ist. Betrachtet man sich das Ganze in Ruhe hat man irgendwie das Gefühl, dass bei eQ-3 die Mitarbeiter in zwei Kategorien sortiert werden: diejenigen, die sich für das "echte" Leben interessieren und sogar wissen wollen, was Kunden erwarten, entwickeln Homematic IP; diejenigen, die im Keller bei schlecher Belechtung auf einer Kommandozeile leben und der Meinung sind, das VI ein rattenscharfes Werkzeug ist, entwickeln die CCUx mit Homematic.

Das war eigentlich das Schwierigste an der Entscheidung: das Vertrauen zu finden, dass dieser Hersteller tatsächlich auch in der Lage ist kundenfreundliche Produkte zu entwickeln.

Mittlerweile ist das Projekt umgesetzt und trotz kleiner Pannen kann ich festhalten, dass ich sehr zufrieden bin: dieses Produkt ist wirklich kundenfreundlich und hat auch einen hohen WAF (wife-acceptance-factor).

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