Der übliche Smarthome-Heizungsregler wird ganz simpel montiert: alten Drehknopf runterschrauben, Smarthome-Einheit auf das Ventil drehen. Fertig.
Nun sollte das eigentlich funktionieren. Die Idee ist, dass man nicht wie am "alten" Drehknopf einen Öffnungsgrad des Ventils einstellt (also z.B. mit "1" 20%, mit "2" 40% und mit "5" 100%), sondern daß man eine Wunschtemperatur einstellt. Der Heizungsregler mißt die Umgebungstemperatur und ermittelt, ob das Ventil weiter auf oder weiter zugedreht werden muss, um die Wunschtemperatur zu erreichen. Eigentlich einfach.
Die besseren Modelle erlauben das hinterlegen von Heizprofilen, in denen quasi als Wochentimer hinterlegt werden kann, wann man welche Temperatur wünscht. Als kleines Gimmick haben die Regler normalerweise noch eine Anti-Kalk-Funktion, die einmal die Woche das Ventil komplett auf- und wieder zudreht, um bei langen Phasen mit Inaktivität (gerade im Sommer) zu vermeiden, dass sich das Ventil zusetzt.
So weit, so gut. Wenn man sich nun umhört, welche Erfahrungen die Leute mit solchen Reglern gemacht haben, bekommt man als Feedback von "perfekt" bis "klappt überhaupt nicht" die gesamte Bandbreite. Woran liegt das? Sind die Hersteller dumm? Sind die Produkte nicht ausgereift? Nicht unbedingt. Ein bischen dumm sind die meisten Hersteller aber schon: sie erwecken in der Werbung den Eindruck, dass alles tatsächlich so einfach ist, wie oben beschreiben - und das ist je nach Situation glatt gelogen.
Im praktischen Beispiel habe ich in solchen Situationen bei 19°C Raumtemperatur am Thermostat bis zu 35°C gemessen.
Ähnlich spannend ist die Situation mit mehreren Heizkörpern im gleichen Raum: Ohne Temperaturfühler bekriegen sich die einzelnen Heizungsregler förmlich anstatt gemeinsam "anzupacken".
Spannend finde ich in diesem Zusammenhang, dass die recht neuen Marktteilnehmer durch die Bank weg die Situation ignorieren und zu teils sehr heftigen Preisen Systeme verkaufen, die das alles schlicht nicht können (Nest, Tado usw. Stand 08/2019) - mal sehen, wie lange die sich diese Ignoranz noch leisten können.
Nun sollte das eigentlich funktionieren. Die Idee ist, dass man nicht wie am "alten" Drehknopf einen Öffnungsgrad des Ventils einstellt (also z.B. mit "1" 20%, mit "2" 40% und mit "5" 100%), sondern daß man eine Wunschtemperatur einstellt. Der Heizungsregler mißt die Umgebungstemperatur und ermittelt, ob das Ventil weiter auf oder weiter zugedreht werden muss, um die Wunschtemperatur zu erreichen. Eigentlich einfach.
Die besseren Modelle erlauben das hinterlegen von Heizprofilen, in denen quasi als Wochentimer hinterlegt werden kann, wann man welche Temperatur wünscht. Als kleines Gimmick haben die Regler normalerweise noch eine Anti-Kalk-Funktion, die einmal die Woche das Ventil komplett auf- und wieder zudreht, um bei langen Phasen mit Inaktivität (gerade im Sommer) zu vermeiden, dass sich das Ventil zusetzt.
So weit, so gut. Wenn man sich nun umhört, welche Erfahrungen die Leute mit solchen Reglern gemacht haben, bekommt man als Feedback von "perfekt" bis "klappt überhaupt nicht" die gesamte Bandbreite. Woran liegt das? Sind die Hersteller dumm? Sind die Produkte nicht ausgereift? Nicht unbedingt. Ein bischen dumm sind die meisten Hersteller aber schon: sie erwecken in der Werbung den Eindruck, dass alles tatsächlich so einfach ist, wie oben beschreiben - und das ist je nach Situation glatt gelogen.
Bringen wir Licht ins Dunkel
In meiner Wohnung sind die Heizungen in Wandaussparungen unter den Fenstern montiert - der Heizungsregler sitzt also direkt unter den Fensterbrettern. Stellt man sich einen Raum im tiefen Winter bei Minusgraden im Freien einmal vor, kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass eine Temperaturmessung am Heizungsregler (also oben an der quasi rotglühenden Heizung) ziemlich sinnfrei ist und alles - nur nicht die tatsächliche Raumtemperatur ergibt. Da hilft auch nicht die Möglichkeit bei manchen Systemen eine Offset-Temperatur einstellen zu können.Im praktischen Beispiel habe ich in solchen Situationen bei 19°C Raumtemperatur am Thermostat bis zu 35°C gemessen.
Fazit
ein Standalone-Heizungsregler im Raum zu platzieren funktioniert nie richtig gut, außer der Raum hat nur <5m² Fläche und der Heizkörper ist völlig frei montiert. Die Lösung für das Problem ist, einen Temperaturfühler mit dem Heizungsregler zu kombinieren und den möglichst weit weg von der Heizung und außerhalb von Zugluft zu platzieren. Der Fühler misst, der Regler regelt und schon klappt es auch mit der Solltemperatur.Ähnlich spannend ist die Situation mit mehreren Heizkörpern im gleichen Raum: Ohne Temperaturfühler bekriegen sich die einzelnen Heizungsregler förmlich anstatt gemeinsam "anzupacken".
Noch was?
Last but not Least kann man das Duo Fühler + Regler noch durch Fensterkontakte ergänzen, die erkennen, wenn ein Fenster geöffnet wird und die Heizung dann solange abschalten. Auch hierfür bieten einige Regler eingebaute Funktionen - doch bis ein am glühenden Heizkörper montierter Regler durch die Umgebungsluft "mitbekommt", dass ein Fenster offen ist (falls er es überhaupt mitbekommt), ist schon sehr lange unnötig geheizt worden.Und die Hersteller?
Zurück zu der Frage "Hersteller = dumm?". Jein. Zum Einen bietet nahezu kein Hersteller außer eQ-3 getrennte Temperatursensoren an - vielleicht haben die Studentenbuden der Entwickler alle nur weniger als 5m² Raumfläche? Zum Anderen gibt sich zum Beispiel auch eQ-3 nicht wirklich viel Mühe klarzustellen, dass man eigentlich pro Raum einen Heizungsregler, einen Temperaturfühler und idealerweise einen Fensterkontakt braucht - und nicht nur einen Heizungsregler.Spannend finde ich in diesem Zusammenhang, dass die recht neuen Marktteilnehmer durch die Bank weg die Situation ignorieren und zu teils sehr heftigen Preisen Systeme verkaufen, die das alles schlicht nicht können (Nest, Tado usw. Stand 08/2019) - mal sehen, wie lange die sich diese Ignoranz noch leisten können.
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